Frühlingsgefühle und Frühjahrsmüdigkeit
Wie entstehen Frühlingsgefühle?
Woher kommt die Frühjahrsmüdigkeit?
Gibt es da einen Zusammenhang?
Frühling: Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich. Da kommt die menschliche
Hormonproduktion nach der langen Winterpause wieder richtig in Schwung.
Denn das Licht wirkt auf die Zirbeldrüse, die den menschlichen „Hormoncocktail
bestimmt. Das Hormon Melatonin - zuständig für die innere Ruhe im Körper
- ist im Frühjahr nicht mehr so gefragt. Stattdessen werden wieder mehr von
den Geschlechtshormonen Testosteron und Östrogen freigesetzt. Hinzu kommen
die Endorphine, die Glückshormone. Kein Wunder also, dass es im Mai so
viele verliebte Paare gibt!
Licht bestimmt den Rhythmus
Die Lichtabhängigkeit der Menschen ist in den ersten Frühlingstagen nahezu
für jeden spürbar. Das Tageslicht erreicht endlich wieder für mehrere Stunden
die magische Helligkeit von 2500 Lux. Diese Sonneneinstrahlung stimuliert Gehirn
und Schilddrüse. Dadurch steigert sich die Hormonproduktion, der Körper wird aktiviert
und die „innere Uhr des Menschen kann die verschiedenen Körperrhythmen optimal
aufeinander abstimmen. Der Stoffwechsel arbeitet auf vollen Touren. Die Zellen teilen
sich schneller. Alte Zellen werden durch neue ausgetauscht. Kinder wachsen jetzt oft
besonders schnell. Das alles hat zur Folge, dass der Körper manchmal zur
ungewöhnlichen Zeit sein Recht nach Schlaf fordert. Die Frühjahrsmüdigkeit macht
sich breit.Weitere Gründe: zu wenig Bewegung, nicht ausreichend frische Luft, zu viel
und zu schweres Essen. Die Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit. Aber tatsächlich
fühlen sich 50 bis 70 Prozent der Menschen zwischen März und Mai nicht so
leistungsfähig wie sonst. Was tun? Geben Sie den Forderungen Ihres Körpers nach
und machen Sie ruhig mal ein Nickerchen. Um wieder fit zu werden, sind frische Luft
und Bewegung genau das Richtige. Außerdem: ausreichend Flüssigkeit und viel
Vitamine! Ihr Apotheker zeigt Ihnen gerne die geeigneten Präparate!

Pflegetipps für Hände, Füße und Gesicht
Rissige Hände, kalte Füße, trockene Gesichtshaut - wenn es draußen kalt wird, braucht
jeder Körperteil sein spezielles Pflegeprogramm.
Das Gesicht ist der Kälte am stärksten ausgesetzt - gleichzeitig produziert die Haut weniger Fett
und fährt so ihren Eigenschutz zurück. Im Winter ist deshalb für alle Hauttypen fetthaltigere Pflege
angesagt - Verwender einer leichten Feuchtigkeitsemulsion begeben sich sogar in Frostgefahr!
Der Mangel an Fett und Feuchtigkeit lässt sich mit Ölen in guten Kosmetikprodukten leicht ausgleichen. Gesichtspflege im Detail:
- Reinigung mit Gesichtsmilch, kein Peeling oder alkoholhaltiges Gesichtswasser
- Nährstoffhaltige Augencreme, kein Lidgel
- Fetthaltige Lippenstifte
- Mandelöl-Kur für den Hals: in die Haut einklopfen und unter Wickel aus Baumwolle wirken lassen
- Masken und Ampullenkuren für die Extraportion Pflege.
Hände sind oft nur schlecht durchblutet und kühlen schnell aus. Die Folge: aufgesprungene Haut
und rissige Nagelhaut. Hier helfen Handschuhe und häufiges Eincremen mit Handcreme oder Ringelblumencreme. Für geschmeidige Hände Allzweckcreme messerrückendick auftragen und
über Nacht Baumwoll-Handschuhe darüber ziehen.
Füße frieren draußen trotz warmer.Schuhe und schwitzen drinnen in überheizten Räumen.
Fußbäder mit Minze kühlen, erfrischen und beleben. Anschließend eine Fußcreme, z. B. mit Urea,
Milchsäure und Glycerin, auftragen. In höherer Konzentration lindert Urea Druckstellen und hilft,
Verhornungen aufzuweichen. Ihr Apotheker berät Sie dazu gerne.
Tipp: Vitamin C hilft nicht nur gegen Grippe - es beugt auch rissiger Haut vor!

Gesundheitscheck in der Apotheke
Wer seiner Gesundheit regelmäßig auf den Zahn fühlen will, muss dafür nicht immer zum Arzt gehen:
Auch Tests in der Apotheke geben erste Hinweise.
Jeder zweite Deutsche leidet an erhöhtem Blutdruck mit Werten über 140 zu 90. Die Dunkelziffer von Diabetikern liegt im Millionenbereich. Um mögliche Erkrankungen rechtzeitig behandeln zu können, sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen unerlässlich. Nicht immer ist dafür ein Arztbesuch notwendig auch die Apotheke kann hier die richtige Anlaufstelle sein: Der Apotheker ist zwar nicht befugt, Diagnosen zu stellen, doch die Messergebnisse aus der Apotheke liefern bereits wertvolle Hinweise. Ohne Wartezeiten lassen sich in kurzer Zeit wichtige Werte wie z. B. Blutdruck und Blutzucker bestimmen. Vielen Kunden bieten die Tests in der Apotheke auch den Vorteil, bereits diagnostizierte Krankheiten kontrollieren zu können. Fragen Sie Ihren Apotheker, welche Untersuchungen angeboten werden auch im Rahmen von Aktionswochen.

Verjüngungskur für die Hausapotheke
Von wegen trautes Heim! 70 % aller Unfälle passieren zu Hause. Der erste Helfer heißt dann:
Hausapotheke. Eine jährliche Verjüngungskur rüstet sie für Notfälle:
Verfalldaten kontrollieren, Anbruchdaten auf der Packung vermerken.
  • Undichte Verpackungen und Gesundheitsmittel ohne Etikett und Gebrauchsinformation wegwerfen.
  • Arzneimittel, die in der Apotheke ohne Konservierungsstoffe angefertigt wurden, nach Beendigung  der Therapie entsorgen.
  • Vorhandene Arzneimittel gemeinsam mit dem Apotheker prüfen. Er weiß, was ergänzt werden muss und kann auf persönliche Verträglichkeiten eingehen.
  • Hausapotheke nicht im feuchtwarmen Badezimmer oder im Küchenschrank aufbewahren.

Lachen ist gesund!
Wer oft lacht, steigert sein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Schon ein Lächeln wirkt Wunder.
Lachen aktiviert über 80 Muskeln, baut Stress ab und hemmt Aggressionen. Es senkt den Blutzuckerspiegel - Schmerzen werden für die Dauer des Lächelns um mehr als 50% weniger empfunden. Auch die Stresshormone Adrenalin und Cortisol haben bei lachenden Menschen keine Chance - ihre Produktion wird gebremst. Genauso können Infektionen und Krebs besser bekämpft werden - denn Lachen stärkt das Immunsystem. Die Atmung wird intensiviert: Wer lacht, atmet viermal mehr Sauerstoff ein. Und nicht zuletzt: Lachen setzt Glückshormone (Endorphine) frei und macht schön: Schon ein Lächeln entspannt die Gesichtsmuskulatur - Lachfalten wirken Kummerfalten entgegen.

Schokolade macht glücklich!
Nahrungsmittel beeinflussen unsere Psyche.
Sorgen Sie mit Ihrem Speiseplan für gute Stimmung!
Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt, an dieser Entscheidung ist ein Botenstoff in
unserem Gehirn beteiligt: das Serotonin. Je mehr Serotonin vorhanden ist, desto besser fühlen
wir uns. Gebildet wird der Stoff v. a. aus der Aminosäure Tryptophan, die mit der Nahrung
aufgenommen werden muss. Serotonin ist z. B. in Bananen enthalten.
Reich an Tryptophan sind:
- Fisch,
- mageres Fleisch
- Milch, Käse, Quark
- Geflügel.
Um die Aminosäure im Gehirn aufnehmen zu können, sind zusätzlich Kohlenhydrate nötig:
Mit mehreren kleinen kohlenhydratreichen Portionen (z. B. Vollkorngetreide) bleiben Sie
den ganzen Tag bei Laune. Nüsse, grünes Gemüse und frisches Obst liefern weitere wichtige
Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine für die Produktion des  "Glücklichmachers"  Serotonin.
Naschen erlaubt!
Auch Schokolade hebt die Stimmung: Ihre Inhaltsstoffe stimulieren das zentrale Nervensystem,
fördern die geistige Leistungsfähigkeit und halten wach. Selbst die Schokoladenfette sind nützliche
Helfer: Sie setzen im Gehirn Endorphine frei, die die Stimmung positiv beeinflussen und die
Schmerzempfindlichkeit senken. Damit das schlechte Gewissen allerdings nicht zum Gegenspieler wird,
heißt das Credo trotzdem: In Maßen genießen!
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