Löwe „König der Tiere"

(Panthera leo)

Löwen sind in den Steppen und Savannen Afrikas und Vorderindiens beheimatet.
Die Großkatze, die 1,80 Meter lang und bis zu 170 Kilogramm schwer werden kann, besitzt einen ungefähr ein Meter langen Schwanz mit einer für Löwen typischen Quaste an der Schwanzspitze. Die Schulterhöhe des Tieres beträgt bis zu ein Meter.
Das Fell ist gelblich oder fahlbraun gefärbt. Die Männchen haben eine dunklere Mähne: die langen, dichten Haare sollen bei kämpferischen Auseinandersetzungen mit Artgenossen die Prankenhiebe des Nebenbuhlers dämpfen. Auch schüchtert dieser in der Katzenwelt einzigartige Kopfputz mögliche Rivalen ein. Demselben Zweck mag auch das bis zu mehreren Kilometern weit hörbare Gebrüll dienen, das ein weiteres unverkennbares Kennzeichen des Löwen darstellt. Löwen wirken durch ihre massige Erscheinung vielfach zwar sehr plump, sind jedoch überaus bewegliche Tiere, die bis zu zehn Meter weit und bis zu drei Meter hoch springen können. Auch klettern bereitet den behäbig wirkenden Tieren keine Probleme. Mit Vorliebe klettern sie auf Bäume, um sich in Astgabeln auszuruhen. Generell gelten Löwen als die Säugetiere, die den meisten Schlaf brauchen. So "verdösen" Löwen in etwa zwei Drittel ihres ganzen Lebens.
Im Gegensatz zu allen anderen Großkatzen leben Löwen in Rudeln von etwa sieben bis zu 30 Tieren. Die Rudel bestehen nicht nur aus den Mitgliedern der selben Familie. Es wird jedoch immer nur von einem einzigen Männchen angeführt, dem sich die Gruppe zumeist demütig unterordnet. Sobald ein anderes Männchen es schafft, die Herrschaft über das Rudel an sich zu reißen, muss das frühere Leittier die Gruppe verlassen; das neue Leittier tötet alle von seinem Vorgänger gezeugten Jungen, da die Weibchen erst dann wieder paarungsbereit sind, wenn sich die Jungen nicht mehr in ihrer unmittelbaren Nähe befinden.
Löwen ernähren sich hauptsächlich von Zebras, Antilopen, Gazellen, aber sie sind auch in der Lage, noch größere Säugetiere wie etwa Nashörner, Giraffen oder sogar Elefanten zu erbeuten.
Löwen sind grundsätzlich polygame Tiere, die sich mit allen Weibchen in ihrem Rudel paaren. Die Paarung findet nicht zu einer bestimmten Jahreszeit statt. Alle anderthalb bis zwei Jahre wirft die Löwin nach einer Tragzeit von etwa dreieinhalb Monaten bis zu fünf Junge, die, wenn sie weiblich sind, den Rest ihres Lebens in ein und dem selben Rudel verbringen wie die Mutter, und, wenn sie männlich sind, das Rudel meist bei Eintritt der Geschlechtsreife verlassen.
Löwe König der Tiere

Löwe (Kunst)
seit dem Altertum beliebtes Symbol herrschaftlicher Macht; z.B. als Wächterfigur (Löwentor, Mykene, 14. Jh. v.Chr.) oder als Wappentier (Braunschweiger Löwendenkmal, 1166).

Zwischen 1953 und 1954 muss, Fotografien  zufolge, der Löwe auf der Ecke des Gebäudes der Löwen-Apotheke Frankfurt(Oder) entfernt worden sein. Leider ist über den Verbleib des Löwen nichts in Erfahrung zu bringen. In den Jahren 1972 bis 1974 verschwanden im Zuge einer komplexen Rekonstruktion die beiden aus der Zeit des Barock stammenden Türklopfer vom Haupteingang, welche die Form eines Löwenkopfes mit einem Ring im Maul hatten. Sie wurden angeblich zur Restaurierung nach Berlin geschickt. Diese Löwen-Türklopfer haben für das Haus große Bedeutung, da sie wahrscheinlich der Namensgeber waren.

In der christlichen Ikonographie kann der Löwe Satan und Antichrist sein, in der Apokalypse steht der geflügelte Löwe für Babylon, ist aber zugleich Symbolfigur des Evangelisten Markus. Der Löwe steht auch für das Gute: die Herrschaft Christi, göttliches Wort und Barmherzigkeit. Zudem ist der Löwe Attribut des Heiligen Hieronymus (z.B. A. Dürer, "Hieronymus im Gehäus", Kupferstich, 1514). Profane Löwendarstellungen waren in der Kunst seit der Renaissance häufiger, kultische Darstellungen wurden von Naturstudien abgelöst (Dürer im 16. Jh. Rembrandt im 17. Jh.).
Löwe Kunstobjekt

Löwe (Astronomie)

(lateinisch: leo)
1)Sternbild am nördlichen Himmel; die Sonne durchläuft das Sternbild Löwe auf ihrer scheinbaren jährlichen Bewegungsbahn in der Zeit von Mitte August bis Mitte September. Der Löwe gehört zu den zwölf Tierkreissternbildern und ist vor allem in klaren Frühlingsnächten gut zu beobachten.
2)Sternzeichen; orientiert an den Gestirnsverhältnissen von vor rund 2 000 Jahren, dauert die Zeitperiode des Sternzeichens Löwe vom 23. Juli bis zum 23. August. Der Löwe gehört mit dem Widder und dem Schützen zu den Feuerzeichen und wird von der Sonne beherrscht. Charakteristisch für den Löwegeborenen ist ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Er ist eigenständig und hat keine Scheu vor der Selbstdarstellung. Dabei ist er liberal und großzügig und wird auch an seinem Gegenüber Individualität und Eigenwilligkeit achten und schätzen. Zumeist hat er einen starken Lebenswillen und Handlungsdrang und wird mit seinem temperamentvollen Auftreten gewiss nicht unbemerkt bleiben. Gut harmonisiert der Löwe mit den beiden Feuerzeichen Widder und Schütze, aber auch mit der Waage, dem Wassermann und dem Zwilling. Beispiele für berühmte Löwegeborene sind Carl Gustav Jung und Joachim Ringelnatz.
Löwen Symbol
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